12.03.2020

Coronavirus – aktuelle Situation und die wichtigsten Schutzmassnahmen für Betriebe

Momentaner Stand
Aufgrund der aktuellen Situation und der Ausbreitung des Coronavirus stuft der Bundesrat die Situation in der Schweiz als besondere Lage gemäss Epidemiengesetz ein. Für ältere Menschen ab 65 Jahren und Personen mit bestehender Vorerkrankung kann das neue Coronavirus gefährlich sein. Ihr Schutz steht daher im Fokus. Die nachfolgenden Empfehlungen richten sich an die Arbeitswelt und dienen der Festlegung von betriebsbezogenen Schutzmassnahmen:
 
Wer ist besonders gefährdet und muss geschützt werden?
  1. Personen ab 65 Jahren sowie
  2. Personen, auch unter 65 Jahren, die insbesondere folgende Erkrankungen aufweisen
  • Atemwegserkrankungen, die chronisch sind
  • Bluthochdruck
  • Diabetes
  • Erkrankungen und Therapien, die das Immunsystem schwächen
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Krebs
 
Empfohlene Schutzmassnahmen am Arbeitsplatz
  • Sicherstellung der konsequenten Einhaltung der personenbezogenen Hygienemassnahmen (v. a. Händewaschen). Das folgende Merkblatt des BAG fasst die wichtigsten Hygienemassnahmen zusammen.
  • Arbeitnehmende sollen, falls betrieblich möglich, gegenseitig Abstand halten, beispielsweise durch Schaffung von räumlichen Anpassungen, Office-Splitting, Telearbeit/Home Office, etc.
  • Besonders gefährdete Personen sollen, wenn betrieblich keine Distanzierung möglich ist, vom Arbeitsplatz fernbleiben.
  • Nicht empfohlen wird den Arbeitnehmenden, Masken zu ihrem Schutz zu tragen. Ausnahmen bilden Arbeiten, wo eine Maske aus anderen betrieblichen Gründen getragen werden muss.
Die wichtigste Regel lautet: Wer Atembeschwerden, Husten und Fieber hat, soll zu Hause bleiben!
 
Wozu sind Arbeitgeber verpflichtet?
Arbeitgeber sollen ihre Mitarbeitenden über die persönlichen und arbeitsplatzbezogenen Schutzmassnahmen informieren und entsprechende Vorkehrungen am Arbeitsplatz vornehmen. Zudem sollen Mitarbeitende darauf hingewiesen werden, dass Reisen zu Stosszeiten im öffentlichen Verkehr soweit möglich zu vermeiden ist. Um dies zu ermöglichen, empfiehlt das SECO Arbeitgebern die Arbeitszeiten ihrer Angestellten so flexibel wie möglich zu gestalten.
Übrigens: Eine systematische Befragung des Gesundheitszustands der Arbeitnehmenden ist weiterhin nicht zulässig.
 
Produktesicherheit und Offenverkauf
Gemäss Rücksprache mit Herrn Koch, Leiter der Abteilung übertragbare Krankheiten im Bundesamt für Gesundheit, ist eine Übertragung des Virus über Lebensmittel höchst unwahrscheinlich und daher auch nicht relevant. Es haben bereits Gespräche mit den Grossverteilern stattgefunden und Herr Koch bestätigt gegenüber dem VSGP, dass keine besonderen Massnahmen beim Verkauf von Lebensmitteln vorgesehen sind, auch nicht im Offenverkauf.
 
Kontaktpersonen für weitere Informationen:
Michael Amstalden
Bereichsleiter Markt / Politik VSGP
michael.amstalden@gemuese.ch
Telefon: 031 385 36 35
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