Energiestrategie

In den vergangenen Jahren hat die Branche schon viel erreicht und den CO2-Ausstoss erfolgreich um 35% gesenkt. Dennoch werden Gewächshäuser heute immer noch mehrheitlich mit fossilen Brennstoffen beheizt. Die Gemüse-, Beeren und Zierpflanzenproduktion kann ihren Beitrag zur Energiewende erhöhen und damit eine Vorbildfunktion einnehmen – ein Verkaufsargument für unsere Produkte.
Mit einer Branchenstrategie in zwei Etappen ziehen alle am gleichen Strick:
  • Bis Ende 2030 sind Schweizer Gewächshäuser zu 80% (Grundlast + Trockenheizen) ohne fossile Brennstoffe beheizt.
  • Bis Ende 2040 sind Schweizer Gewächshäuser zu 100% (auch Spitzenlast, Frostfreihaltung, CO2-Düngung) ohne fossile Brennstoffe beheizt.
In unserer Informationsbroschüre (folgt) finden Sie die ersten wichtigen Informationen. Mithilfe dieser und den hier vorhandenen Links zu den nationalen und kantonalen Geoinformationssystemen finden Sie schnell heraus, welche Wärmequellen in der Nähe Ihres Betriebes verfügbar sind. Geben Sie jeweils im dafür vorgesehenen Eingabefeld die Adresse Ihres Betriebsstandortes ein.
Geoportal des Bundes: Biogasanlagen, Abwasserreinigungsanlagen, Kehrichtverbrennungsanlagen, Wärmeverbünde, Tiefengeothermie-Projekte (https://s.geo.admin.ch/887e8f0c62)



Nachhaltiger Anbau


Die Gemüseproduzenten sind bestrebt, Lösungen zu suchen, um so nachhaltig wie möglich zu produzieren, im Freilandanbau wie auch im Gewächshaus. Durch die hohen Anforderungen an die Produkte bezüglich Qualität und Verfügbarkeit sind hoch wirksame Pflanzenschutzstrategien mit dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln unerlässlich. Steigender Druck auf den Preis führt zu einer Maximierung der Erträge und dadurch zu einem intensiveren Anbau, was den Krankheits- und Schädlingsdruck auf die Kultur erhöht. Indem der Konsument auf Tiefpreisprodukte verzichtet und auf Labels wie SUISSE GARANTIE achtet, kann er einen positiven Einfluss auf die Anbauintensität erwirken.

Nur Spritzen, wenn nötig
Pflanzenkrankheiten, Schädlinge und Unkraut beeinflussen die Landwirtschaft seit Menschengedenken: Mindererträge, schlechte Qualität oder krankmachende Keime sind mögliche Folgen, gegen die sich der Gemüseproduzent mit Pflanzenschutzmassnahmen wehrt. Bereits im Altertum kamen teilweise sehr giftige chemische Mittel dagegen zum Einsatz. Erst im letzten Jahrhundert wurden potenziell weniger schädliche Pestizide mit spezifischer Wirkung entwickelt. Zunehmend weichen die Gemüseproduzenten heute auch auf biologische Pflanzenschutzmassnahmen aus.

Gewächshausproduktion
Gewächshäuser erlauben bereits ein frühes Angebot an Schweizer Gemüse und sorgen für eine Verlängerung der Saison im Herbst. Moderne Gewächshäuser sind heute sehr Energieeffizient. Zwischen November und März kann der Markt so mit Nüsslisalat, Radieschen und Blattsalaten versorgt werden. Fruchtgemüse wie Tomaten, Gurken oder Peperoni werden heute zu einem grossen Teil hors-sol angebaut. Die Pflanzen wachsen nicht im Boden sondern in einem Substrat aus Kokosfasern oder Steinwolle. Es werden nur so viel Wasser und Nährstoffe der Pflanze zugeführt, wie sie benötigt. Überschüssiges Wasser und Nährstoffe werden aufgefangen und wieder verwendet. Die Pflanze findet optimale Wachstumsbedingungen vor und ist robust. Der geschlossene Nährstoff- und Wasserkreislauf sorgt dafür, dass der Boden nicht belastet wird. Bodenbürtige Krankheiten können ausgeschlossen werden, weshalb der Pflanzenschutzmitteleinsatz reduziert werden kann
Ausser dem Schutz vor Regen und Kälte, erlaubt die Gewächshausproduktion einen effizienten Einsatz von Nützlingen, was den Pflanzenschutzmitteleinsatz zusätzlich reduziert.
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