02.06.2017

Erfolgreicher Schnuppertag zeigte vielseitigen Beruf

MEDIENMITTEILUNG

Begeistert der Beruf Gemüsegärtner/in? Genau das wollte der Verband Schweizer Gemüseproduzenten am Nationalen Schnuppertag vom 30. Mai 2017 herausfinden. Er besuchte fünf Betriebe und befragte die Schnuppernden zum Thema Berufswahl. 30 Schnuppernde lernten an diesem Tag den Beruf als Gemüsegärtner/in aktiv kennen.

Auf dem Betriebsrundgang auf dem Biohof Heimenhaus erklärte die angehende Meistergärtnerin Olga Hänni den beiden Schnuppernden Ives (37) und Beat (20) die verschieden arbeiten in den Freilandkulturen. Beide sind interessiert den Beruf als Gemüsegärtner auf dem zweiten Ausbildungsweg zu erlernen. Ives, der im Weinhandel tätig ist, erzählte, dass ihn der Gedanke im Gemüsebau zu arbeiten in den letzten Jahren nie ganz losgelassen hat. Er möchte gerne in der Natur arbeiten und etwas Gesundes produzieren. Beat der einmal den elterlichen Hof übernehmen wird, sieht der Gemüsebau als Chance für seine Zukunft auf dem Hof. Mit dem Erlernen des Berufs Gemüsegärtner/in auf dem zweiten Ausbildungsweg sind Beat und Ives nicht die einzigen. Zurzeit sind 50% aller Lernenden in der Zweitausbildung, weil sie gerne noch einen Beruf mit dem Gedanken „Zurück zur Natur“ erlernen möchten.
 

Olga Hänni mit Yves und Beat bei den Freilandkulturen
 
In Bibern im Kanton Solothurn treffen wir auf dem Biohof Müller zwei Jugendliche (17 und 26) aus Afghanistan auf dem Feld. Mit grossen Augen sitzen sie auf dem Traktor und schauen gespannt zu, wie die Egge zu bedienen ist. Beide sind auf der Suche nach einer Lehrstelle. Der Schnuppertag ist für sie die perfekte Gelegenheit, um den Beruf des Gemüsegärtners aktiv kennenzulernen.
 
Bei der Firma Max Schwarz AG in Villigen treffen wir Ives (12) und Eric (15) bei den Jungpflanzen. Die vielen verschiedenen modernen Maschinen auf dem Betrieb interessieren die Jugendlichen. Ob sie sich für eine Lehre als Gemüsegärtner entscheiden werden, wissen sie aber noch nicht.
 
Anja (15), die gerade auf dem Betrieb von Fredy und Pirmin Umbricht mit dem Jäten von Basilikum beschäftigt ist, gefällt die Arbeit sehr. Die Arbeiten auf dem Wein-und Gemüsehof Umbricht sind mit einem eigenen Hofladen und dem zusätzlichen Betriebszweig von 3 ha Reben sehr vielseitig.
 
Bei Paul und Ruedi Meier auf dem Rütihof reifen die Tomaten im Gewächshaus und die Verpackungsmaschinen laufen gerade auf Hochtouren. Der Betriebsleiter Ruedi Meier erklärt dem Schnupperlehrling aus dem Nachbardorf die dreijährige Ausbildung des Gemüsegärtners.
 
Man darf gespannt sein, wer sich für den Beruf als Gemüsegärtner/in entscheidet. Fakt ist, die Gemüsebranche könnte jeden dieser 30 Schnuppernden benötigen. Die Branche bräuchte rund 60 Lehrabschlüsse pro Jahr. Der Verband bedankt sich bei allen Betrieben, welche sich die Zeit genommen haben, den vielfältigen Beruf mit Zukunft den Schnuppernden vorzustellen.
Swiss Diva
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