Nachhaltigkeit

Schweizer Gemüseproduktion: umweltgerecht und sozial
Das Thema Nachhaltigkeit ist für die Schweizer Gemüseproduzenten mehr als nur eine Phrase: Nur fruchtbare Böden und erstklassige Produkte sichern die Gemüseproduktion in Zukunft. Die naturnahe Produktion bildet einen der Grundpfeiler des langfristigen Erfolgs von Schweizer Gemüse. Die Schweizer Gemüseproduzenten halten strenge Umweltschutzvorschriften ein und erfüllen hohe Produktionsstandards (SUISSE GARANTIE, Bio Suisse), welche die Frische und Qualität sichern. Die nachhaltige Bewirtschaftung der Gemüsefelder ist das oberste Gebot und die Grundvoraussetzung für den Erhalt der Bodenfruchtbarkeit. Die geografische Nähe zu den Abnehmern ermöglicht kurze Transportwege.

Nicht zu vergessen ist die soziale Komponente: Die Gemüseproduktion ist arbeitsintensiv. Viele Gemüsebaubetriebe sind auf die Mithilfe von Arbeitskräften angewiesen, die oft aus dem Ausland stammen. Diese arbeiten gerne in der Schweiz, weil die Arbeitsbedingungen und Entlöhnung hier im Vergleich zum Ausland deutlich besser sind. Jeder Arbeitnehmer im Gemüsebau hat einen Vertrag mit geregeltem Mindestlohn und geregelten Arbeitsbedingungen. Die Angestellten haben oft Kost und Logis und profitieren von niedrigen Mieten direkt auf dem Betrieb.
Viele Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten unterstützen diese Philosophie mit ihrem Kaufentscheid und sind bereit, für die Mehrleistungen einen gerechten Preis zu bezahlen.
 
Ökobilanz im Gemüsebau
Es gibt kaum ein landwirtschaftliches Produkt, bei dem die Frische so entscheidend ist, wie beim Gemüse. Deshalb spielt der Faktor Zeit ab dem Erntezeitpunkt auf dem Feld eine grosse Rolle. Der Vitamin-Gehalt in Gemüse nimmt relativ schnell ab, wenn es zu Verzögerungen bei der Auslieferung kommt. Immer schlecht für die Ökobilanz sind Flugtransporte oder intensiv geheizte Gewächshäuser. Oft nicht berücksichtigt in den ökologischen Betrachtungen sind Faktoren wie Wasser- oder Landverbrauch. Wenn Wasser knapp ist und aus grosser Tiefe von fossilen Quellen heraufgepumpt werden muss, belastet das die Umwelt nachhaltig. Zudem fehlt in den Überlegungen oft die ganze soziale Komponente, wie beispielsweise die Berücksichtigung der Arbeitsbedingungen von Erntehelfern.

Nachhaltige Gemüseproduktion im Zentrum
Gemüse ist ein Naturprodukt. Natur und die zunehmende Mechanisierung in Einklang zu bringen, ist eine der Hauptaufgaben der Gemüseproduzenten. Die Technologie wird genutzt, um das wichtigste Gut, den Boden, möglichst schonend zu bewirtschaften. Beispielsweise mit kombinierten Geräten, die die Fahrten auf dem Gemüseacker reduzieren. Moderne Analysegeräte messen exakt den Düngerbedarf von Kulturen, womit die Böden vor Überdüngung geschützt werden. Nützlinge werden in Gewächshäusern gegen Schädlinge eingesetzt. Zu den gesetzlich festgelegte Produktionsstandards gehören auch ökologische Ausgleichsflächen – beispielsweise Hecken oder Blumenwiesen –, die jeder Gemüseproduzent auf seinem Betrieb anlegen muss, damit er den gesetzlich verlangten Ökologischen Leistungsnachweis erbringen kann.

Auf der sicheren Seite sind Konsumentinnen und Konsumenten, wenn sie saisonales Gemüse aus der Region einkaufen. Das heisst also: Tomaten und Kopfsalat im Sommer und Lagergemüse wie Karotten oder Sellerie im Winter.
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