Ernte

Die Ernte ist der arbeitsintensivste Teil der Gemüseproduktion
Die Ernte und die danach folgende Aufbereitung von Gemüse ist der arbeitsintensivste Teil in der Gemüseproduktion. Um Kosten zu senken, setzen die Gemüseproduzenten beim Ernteprozess wenn möglich Maschinen ein. Trotz Teil- und Vollmechanisierung ist aber oft auch Handarbeit nötig. Bei Spargeln beispielsweise geschieht das Ausstechen von Hand. Spargel zählt deshalb zu den arbeitsintensivsten Kulturen im Gemüsebau, was sich letztlich auf die Kosten auswirkt. Bei der Ernte von Gemüse ist ausserdem exakte Arbeit gefragt: Es dürfen keine mechanischen Beschädigungen entstehen. Das hätte negative Folgen für die Gemüsequalität, denn an Bruchstellen bildet sich schnell Fäulnis. Das oberste Ziel der Gemüseproduzenten ist es, Schweizer Gemüse von bester Qualität zu bieten.

Ist das Gemüse geerntet, muss es geputzt und gewaschen , je nach Betrieb auch gleich verpackt werden. Nachdem  Umblätter und Seitenwurzeln weggeschnitten und Erdreste oder Sandkörner entfernt sind, wird das Gemüse in Trinkwasser gewaschen. Danach erfolgt die Sortierung nach Grösse oder Gewicht. In grossen Betrieben geschieht diese Kalibrierung maschinell. Für den Transport wird das Gemüse in Plastikkisten, Kartonboxen oder gleich in Abfüllbeuteln bereitgestellt. Einige Betriebe haben sich sogar so stark spezialisiert, dass sie das Gemüse zu küchenfertigem Gemüse (z. B. gemischte Schnittsalate) weiterverarbeiten.

Ohne ausländische Arbeitskräfte kein Schweizer Gemüse
Gemüseproduzenten sind lange Arbeitszeiten gewohnt. Sie zählen dabei auf die Mitarbeit von zuverlässigen Arbeitskräften. Diese helfen bei der Bodenbearbeitung oder beim Ernten und Rüsten von Gemüse. Im Gemüsebau ist trotz fortschreitender Mechanisierung immer noch viel Handarbeit gefragt.
Die meisten Arbeiterinnen und Arbeiter stammen aus dem Ausland, vornehmlich aus Portugal und dem ehemaligen Ostblock. Nur sie sind bereit, zu den für schweizerische Verhältnisse tiefen Löhnen zu arbeiten, weil diese immer noch deutlich höher liegen als in ihrem Heimatland. Ausserdem sind sie meist nur während der Hochsaison in den Sommermonaten da, wenn es Arbeit hat.
 
Die Arbeitskräfte erhalten einen festgelegten Mindestlohn, der eingehalten werden muss und höher ist als im umliegenden Ausland. Die Behandlung der Leute ist fair, Schwarzarbeit ist verboten und wird hart bestraft. Meist wohnen sie auf dem Betrieb, haben Kost und Logis. Sie haben einen kurzen Arbeitsweg, bezahlen eine sehr niedrige Miete und profitieren von weiteren Angeboten ihres Arbeitgebers. Die Arbeiterinnen und Arbeiter sind teilweise seit vielen Jahren in der Schweiz tätig und gehören auf manchen Betrieben fast schon zur Familie.
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