• Schweizer Chicoree

Anbau der Chicorée-Wurzeln

Erste Phase (vegetative Phase)

Die Wurzelproduktion beginnt im Mai mit der maschinellen, aber sehr präzisen Aussaat der milimetergrossen Samen. Ein regelmässiger Auflauf und ein gleichmässiger Bestand sind massgeblich für den Erfolg dieser Kultur verantwortlich. Während dem Sommer wird die Kultur regelmässig auch vom Treiber beobachtet. Schon auf dem Feld kann der Treiberfolg gesteuert werden!

Die Anfangsentwicklung von Chicorée verläuft sehr langsam. Zwei Monate nach der Saat hat die Pflanze erst fünf bis sieben Laubblätter von 8 bis 10 cm Länge und die Hauptwurzel misst rund 10 cm. Im August sind etwa 20 Blätter vorhanden, die Blattentwicklung wird langsamer. Im September verlangsamt sich auch das Wurzelwachstum und Reservestoffe werden eingelagert. Die Wurzel kann schlussendlich bis 1.5 m tief in den Boden eindringen. Auf leichten bis mittelschweren, tiefgründigen Böden wird sie zylindrisch und deutlich länger als in schweren Böden. Es ist wichtig, dass man die Wurzeln auf dem Feld erst rodet, wenn sie fertig abgereift sind, d.h. wenn sie genügend Reservenährstoffe eingelagert und das Wachstum eingestellt haben.

Der Boden und das Klima
Die Chicoréepflanze ist optimal an das europäische Klima angepasst und findet deshalb bei uns ideale Wachstumsbedingungen Als Boden bevorzugt sie leichten, fast schon sandigen Boden mit einer ausgeglichenen Wasserversorgung. Die Produzenten wissen genau: zu trockene oder zu nasse Standorte sind für den Anbau der Wurzeln zu meiden. Die Wurzel würde darauf empfindlich reagieren, was sich in Ihrer Qualität, und später im Ertragspotenzial in der Treiberei bemerkbar machen würde.

Die Fruchtfolge
Der Boden ist das wichtigste Kapital für den Produzenten. Die Sorge um den Boden hat deshalb höchste Priorität. Die ökobewussten Anbauweisen, die in der Schweiz praktiziert werden, kennen eine Fruchtfolge zur Erhaltung einer langfristigen Bodenfruchtbarkeit. Für die Chicoréekultur bedeutet dies: Es sollen nicht zwei Kulturen aufeinanderfolgend auf dem gleichen Feld angebaut werden.

Die Düngung
Auch die Chicoréepflanze braucht Nährstoffe zur Ernährung, wie wir Menschen auch Nahrung zu uns nehmen müssen. Die Pflanze greift dazu auf die Nährstoffe im Boden zurück. Um im Rahmen einer angemessenen Düngung Kosten zu sparen, werden auf den vorgesehenen Feldern im Winter vor der Saat sehr genaue Bodenproben entnommen. Die Düngung hat anschliessend feldspezifisch zu erfolgen. Nach den Probeergebnissen wird eine Grunddüngung gemacht. In Abhängigkeit von Wetter, Pflanzenbestand und Boden wird allenfalls noch nachgedüngt.



Wie eine Chicorée-Produktion aussieht, sehen Sie in diesem Film.
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