Energie

Ausgangslage
Nach der Revision des CO2-Gesetzes steht mit der Energiestrategie 2050 bereits die nächste energiepolitische Vorlage an, bei der für die Gemüseproduzenten viel auf dem Spiel steht. Auch in der Agrar- und Raumplanungspolitik werden Energiefragen thematisiert. In der Schweiz wird mit moderner Infrastruktur und mit ressourcenschonenden Produktionsmethoden nachhaltig Gemüse produziert (kurze Wege, effiziente Produktionssteuerung mit Wasser, Düngung, Energie). In punkto Energieeffizienz und Reduktion des CO2-Ausstosses haben die relevanten Betriebe in den letzten Jahren in Zusammenarbeit mit der Energieagentur der Wirtschaft (EnAW) bereits grosse Anstrengungen unternommen. Das Potenzial der Stromproduktion wird jedoch noch zu wenig ausgenutzt, da die wirtschaftlichen Anreize zu gering sind. Gemäss einer ersten Analyse der EnAW hätte die Gewächshausproduktion vorsichtig geschätzt Potenzial zur Stromversorgung von mindestens 20‘000 Haushalten nur mit WKK-Anlagen.

Lösungsansätze
Der VSGP sieht drei Ansatzpunkte, damit Wärme-Kraft-Koppelung wirtschaftlich betrieben werden könnte:
  1. Senkung des Gaspreises durch eine konsequente Liberalisierung des Gasmarkts. Der VSGP geht davon aus, dass dadurch, so wie es in der EU seit dem 1. Juli 2007 bereits der Fall ist, den Gemüseproduktionsbetrieben eine freie Lieferantenwahl ermöglicht würde und sie als Grossverbraucher von besseren Konditionen profitieren könnten;
  2. Förderung von WKK mittels eines Beitrags analog der KEV (Kostendeckende Einspeisevergütung);
  3. Vollständige Befreiung von WKK im Gemüsebau von der CO2-Abgabe. Das CO2 geht in Gewächshäusern nicht verloren, sondern wird zur Düngung der Kulturen ohnehin benötigt.

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