Stellenmeldepflicht

Keine Stellenmeldepflicht für Hilfsarbeiter/in (Gemüse)

Nach Abklärungen und Rücksprache mit dem Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) sind Hilfsarbeiter im Gemüsebau nicht meldepflichtig. Weiter von der Stellenmeldepflicht befreit sind Berufe mit der Bezeichnung:
  • Gemüsegärtner/in
  • Gemüsebauer/Gemüsebäuerin
  • Gemüsegärtner/in mit Meisterdiplom
  • Gemüsegartenarbeiter/in
  • Früchte- und Gemüsespezialist/in, eidg. FA
Das SECO hat kürzlich eine Check-Up-Liste herausgegeben, womit sich überprüfen lässt, ob eine Stelle meldepflichtig ist. Landwirtschaftliche Gehilfen sind meldepflichtig. Der VSGP rät den Gemüseproduzenten bei der Ausschreibung einer Stelle auf die korrekte Berufsbezeichnung zu achten.


Ab dem 1. Juli 2018 sind Arbeitgeber dazu verpflichtet, den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) Stellen in Berufsarten mit schweizweit mindestens 8 Prozent Arbeitslosigkeit zu melden. Davon betroffen sind auch die Angestellten in der Landwirtschaft. Mit der Einführung der Stellenmeldepflicht müssen Betriebsleiter freie Stellen zuerst der öffentlichen Arbeitsvermittlung melden.

In der Liste der Berufsarten ist festgehalten, welche Berufsarten vom 1. Juli 2018 bis und mit 31. Dezember 2019 bei einem Schwellenwert von 8 Prozent Arbeitslosigkeit meldepflichtig sind.
 
Weshalb eine Stellenmeldepflicht?
Die Stellenmeldeplicht zielt darauf ab, durch den Vorrang für Stellensuchende, die bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) gemeldet sind, das inländische Arbeitskräftepotenzial besser zu nutzen.

Vorgehen:
  1. Stelle melden
    Offene Stellen sind dem RAV zu melden. Das jeweils zuständige RAV ist auf arbeit.swiss abrufbar. Die Meldung kann einfach und schnell online über das Portal arbeit.swiss abgewickelt werden. Die Meldung kann auch telefonisch oder persönlich erfolgen.
  1. Vermittlungsvorschläge des RAV
    Der Arbeitgeber erhält innert 3 Arbeitstagen nach Meldung der Stelle eine Rückmeldung des RAV bezüglich passender Dossiers von Stellensuchenden.
  1. Rückmeldung des Arbeitgebers
    Der Arbeitgeber prüft die vom RAV übermittelten Dossiers und teilt diesem mit, welche Kandidatinnen und Kandidaten er als geeignet erachtet und zu einem Bewerbungsgespräch oder einer Eignungsabklärung eingeladen hat oder ob er einen Kandidaten angestellt hat.
  1. Öffentliche Publikation der Stelle
    Meldepflichtige Stellen unterliegen einem Publikationsverbot von 5 Arbeitstagen, beginnend am Arbeitstag nach Eingang der Bestätigung durch das RAV, dass die Stelle im System erfasst worden ist. Die offene Stelle darf erst nach Ablauf dieser Frist durch den Arbeitgeber öffentlich publiziert werden.
  1. Bewerbung eines Stellensuchenden
    Während dem Publikationsverbot von 5 Arbeitstagen sind die gemeldeten Stellen ausschliesslich für die beim RAV registrierten Stellensuchenden zugänglich. Damit erhalten diese auf dem Stellenmarkt einen zeitlichen Vorsprung, den sie dazu nutzen können, sich auch aus eigener Initiative rasch auf diese freien Stellen zu bewerben. Daher kann der Informationsvorsprung nicht verkürzt werden, wenn das zuständige RAV einem Arbeitgeber zu einer gemeldeten Stelle keine passenden Dossiers zustellen kann.
Ausnahmen:
Keine Meldepflicht für…
  • Stellen, die durch Stellensuchende besetzt werden, die bei einem RAV gemeldet sind;
  • Stellen innerhalb eines Unternehmens, einer Unternehmensgruppe oder eines Konzerns, die mit internen Personen besetzt werden, die seit mindestens 6 Monaten dort angestellt sind; dies gilt auch für Lernende, die im Anschluss an eine Lehre angestellt werden;
  • Beschäftigungen, die maximal 14 Kalendertage dauern;
  • Anstellungen von Personen, die mit Zeichnungsberechtigten im Unternehmen durch Ehe oder durch eingetragene Partnerschaft verbunden oder in gerader Linie oder bis zum ersten Grad in der Seitenlinie verwandt oder verschwägert sind.
Weitere Informationen unter: www.arbeit.swiss
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